Huch, hier war ja noch ein Blog.

Wie das Leben so spielt, durch neuen Job, Umzug und einen tollen Sommer, bleiben eben manche Dinge einfach liegen. So auch dieses „Ding“ hier. Aber hey. Es wird weitergehen, ich lebe noch und ich habe Bock auf Bloggen. Die Umstellung auf Kirby und Markdown steht weiterhin an, ich überlege aktuell wie ein möglichst effizienter Workflow dazu aussehen könnte. Aber es braucht eben leider etwas mehr Zeit als geplant.

Stay tuned. Have patience.

P.S.: Wenn ihr Lesestoff braucht – QUOTE.fm ist euer Ziel.

Planetary Resources

Und dann war da noch diese Meldung: „Mystery company backed by James Cameron and Google executives may be an asteroid mining project.“ Und plötzlich liefen sämtliche Science Fiction Filme der letzten 30 Jahre vor meinem inneren Auge ab. Asteroid Mining? Planetary Resources? Fuck! Die Zukunft wird plötzlich Gegenwart!

Readmill

Ein viel zu langer Aufsatz darüber, warum ich Readmill nicht nutze.

Seit Readmill das erste Mal in Erscheinung trat hatte ich einen Account. Obwohl ich kein iPad mein eigen nennen konnte fand ich das Konzept von Readmill sofort unglaublich gut. Social Reading – mit anderen über das Gelesene austauschen, neue Bücher entdecken, die eigenen Lieblingsstellen öffentlich machen, den Autoren folgen, Bücher empfehlen usw. Es hörte sich toll an.

Hinzu kommt, dass ich begeisterter Kindle-Nutzer bin … und natürlich kann man seine Highlights vom Kindle über Amazon zu Readmill übertragen und somit auch ohne iPad am Geschehen teilnehmen.

Super, dachte ich.

Und dann bekam ich ein iPad. Eines der ersten Generation nur, aber es reicht vollkommen aus und kostete mich nichts. Ich installierte Readmill, lud ein wenige Tage zuvor gekauftes eBook und begann zu lesen.

Nach zehn Minuten legte ich das iPad wieder weg und öffnete Readmill seitdem nicht wieder. Das blödeste was passieren konnte war passiert. Nachdem ich solange darauf gewartet hatte es endlich nutzen zu können stellte ich fest: Ich gehöre nicht zur Zielgruppe von Readmill.

Warum nicht

Grund 1: Ich liebe meinen Kindle. Er ist leicht (ich kann ihn problemlos mehrere Stunden in nur einer Hand halten), er hat ein eInk-Display mit ausreichend hoher Auflösung, er liest sich wie ein gedrucktes Buch. Er kann nur eine Sache und die kann er richtig gut: eBooks darstellen.

Im Gegensatz dazu das iPad. Es ist schwer, zu schwer für eine Hand, es hat ein leuchtendes Display, seine Auflösung ist zu gering (gilt natürlich nicht für die dritte Generation) und es kann tausend Dinge, manche richtig gut, aber eBooks darstellen gehört nicht dazu. Auch wenn Apple das behauptet; Bücher lesen gehört nicht zur Kernkompetenz des iPads. Einfach aus den genannten technischen Gründen. Es ist kein Lesegerät. Man kann damit lesen, sicher, Instapaper z.B oder Reeder, aber ganze Bücher? Mehrere Stunden am Stück? Never.

Grund 2: Readmill setzte mich unter Druck bzw. ich machte mir selbst unnötig Druck. Sobald die App geöffnet war und ich zu Lesen begann, war ein kleiner Teil meines Kopfes nicht bei der Sache, nicht aufs Lesen konzentriert. Stattdessen war dieser Teil damit beschäftigt Textstellen zu finden, die es wert wären auf Readmill geteilt zu werden. Das lenkte ab, ich bekam es mit und ärgerte mich darüber, vermochte aber nicht die abtrünnigen Gehirnzellen zur Ordnung zu rufen. Ich verlor die Konzentration, war abwesend – wie soll man so vernünftig lesen und das Gelesene auch noch verarbeiten? Nahezu unmöglich.

Grund 3: Der wichtigste Grund von allen – ich bin kein besonders sozialer Mensch. Zumindest nicht beim Lesen. Ich habe schon immer viel gelesen, vor allem als Kind habe ich permanent Bücher verschlungen und tue das auch heute noch, wenn auch nicht mehr ganz so viele, rein aus Zeitgründen, aber nie, in all den Jahren, hatte ich das Bedürfnis das Gelesene in irgendeiner Form zu kommentieren oder zu markieren. Immer bewunderte ich Menschen die das taten, weil ich es für ein Zeichen von tieferem Verständnis hielt, als würde ich die Worte nur lesen, die anderen aber ihren Sinn verstehen. Das wurmte mich früher enorm, ich wollte das auch, aber es ergab sich eben nie. Ich las, ich legte das Buch weg, ich las das nächste. Es gab nur wenige Bücher, die mich hinterher noch länger beschäftigten, der Spaß dauerte solange wie noch Seiten vor mir lagen, hatte ich alle gelesen war das Buch für mich beendet. Warum also noch mit anderen Leuten darüber austauschen, wenn ich doch schon längst wieder ganz woanders bin?

Diese drei Gründe verhindern also, dass ich Readmill benutze. Und das ärgert mich, denn Readmill ist wirklich toll.

In eigener Sache II

Innerhalb der nächsten zwei Wochen wird dieses Blog zum einen ein neues Design bekommen und zum anderen komplett von WordPress auf Kirby umgeswitched. Ich hoffe zumindest, dass ich das in nur zwei Wochen schaffe, denn neben dem ganzen PHP-, HTML- und CSS-Kram muss ich dann auch alle Beiträge komplett in Markdown neu erfassen und erweitern. Das ist nicht wenig Aufwand, trotz der verhältnismäßig wenigen Beiträge, den Spaß ist mir das aber wert.

Das bedeutet eben nur, dass ich in den nächsten Wochen nicht zum Bloggen kommen werde und es hier deshalb ziemlich ruhig sein wird. Hinter den Kulissen wird aber fleißig gewerkelt.

Falls ihr euch fragt, warum ich zu Kirby wechsle – ganz einfach: Weil ich es will. Weil es ein Experiment ist. Weil ich dabei viel lernen kann. Und weil ich Kirbys Simplizität mag. WordPress bietet mir viel zu viel Kram, den ich nicht brauche. Kirby bietet mir nur das nötigste. Und wenn etwas fehlt, muss ich es selber schreiben. Womit wir wieder beim Lernen wären.

Während ich also umbaue bekommt ihr den Befehl euch Kirby mal näher anzuschauen. Es lohnt sich.

Update: Ich sehe gerade, dass das Übersetzen der Beiträge von HTML in Markdown ziemlich easy werden könnte, da es dafür bereits ein Online-Tool gibt: html2text.

Bandwidth Media Queries

Saugute Idee … die leider vorerst nur eine Idee bleiben wird. Aber wie genial wäre es, könnte man Webseiten nicht nur in Abhängigkeit von der Bildschirmgröße, sondern auch der vorhandenen Bandbreite gestalten. Natürlich würde das den Aufwand erhöhen, ebenso aber auch den Nutzen für den User.

Papermill

Hätte ich ein Android Smartphone statt einem iPhone, dann wäre Papermill sehr wahrscheinlich mein erster Kauf dafür. Wunderschöner Instapaper-Client, den sich alle Androiden mal anschauen sollten.